Etwa 300 Deutschförderklassen soll es in Wien ab Herbst geben. In diesen werden die Kinder in 15 bis 20 Wochenstunden nach eigenem Lehrplan in Deutsch unterrichtet. Die Umsetzbarkeit dieser eigens geschaffenen Klassen stellt die Stadt Wien allerdings vor Probleme.

Vor allem der Platz stellt die Wiener Schulen vor Probleme. Nun haben sich das Bildungsministerium und die Stadt Wien aber auf eine Sonderregelung geeinigt.

Wien zahlt – Wien entscheidet

Auf der einen Seite erklärt sich die Stadt Wien nun doch bereit, die Mehrkosten für die Deutschförderklassen zu tragen. Im Gegenzug dürfen Schulen, die zum Beispiel Probleme damit haben, die nötigen Räumlichkeiten zu finden, individuelle Lösungen umsetzen.

Konkret kann der extra Deutschunterricht jetzt innerhalb der gewohnten Klasse umgesetzt werden, wenn keine Räume für eine eigene Klasse vorhanden sind. Zusätzliche Lehrkräfte werden also innerhalb des Klassenverbands individuelle Förderung bieten. Eine Variante, die eine Wiener Volksschullehrerin begrüßt:

„Es bräuchte zusätzliche Lehrkräfte, die innerhalb des Klassenverbands individuelle Unterstützung anbieten“

Diesen Wunsch hat Lilli*, 27 Jahre alt und seit vier Jahren Volksschullehrerin im 20. Wiener Gemeindebezirk, in unserem Interview letzte Woche geäußert. Nun scheint ihr Wunsch zumindest teilweise in Erfüllung zu gehen.

*Name von der Redaktion geändert