Ab kommenden Herbst müssen Schüler mit zu wenig Deutschkenntnissen in eigene Förderklassen wechseln. In maximal vier Semestern wird es einen eigenen Lehrplan geben. Jede Woche wird ungefähr 20 Stunden unterrichtet. Für einige Ausnahmefächer dürfen die Schüler in ihre ursprünglichen Klassen zurück gehen. Diese sind unter anderem, Sport, Musik und der Zeichenunterricht. Mindestens acht Kinder müssen eine solche Klasse besuchen, damit sie überhaupt geführt wird. Nach jedem Semester wird dann überprüft, ob die Schüler ausreichende Deutschkenntnisse dazu gewonnen haben, um in ihre alten Klassen zurückkehren zu dürfen. 

Kritik bleibt

Wie schon erwähnt wird eine Klasse erst geführt, wenn mindestens acht Kinder daran teilnehmen. Allerdings will die türkis-blaue Rechnung bis zu 25 in eine Klasse stecken. Maria Zoufal, Direktorin der Volkschule Baumkirchnerring, ist der Meinung, dass so große Klassen keinen Sinn machen. Nur in Kleingruppen kann es einen Erfolg geben für die Schüler. So kann individueller auf jedes einzelne Kind eingegangen werden. Daher sollten die Klassen nicht zu überfüllt sein. Das sieht auch M. Zoufal so – 25 Kinder in einer Klasse? 

„Damit ist keine Qualität mehr gegeben“

Ebenso ein Problem sind die fehlenden Räume. Hierbei bekommen jene Schulstandorte, die eine Umsetzung der Deutschklassen aus organisatorischen und strukturellen Gründen nicht schaffen eine Ausnahme, bestätigte man im Bildungsministerium sowie im Büro von Wiens Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky. In Absprache mit dem Ministerium kann die Deutschförderung in diesen Fällen schulautonom durchgeführt werden. 

Fazit

Studien belegen, dass Schüler am besten gemeinsam und mit intensiver Unterstützung lernen können. Bleibt zu hoffen, dass sie diese Unterstützung auch wirklich bekommen.