Datenschutz

Österreicher misstrauen Datenschutz

Eine EU-Studie zeigt, dass die Österreicherinnen und Österreicher dem Datenschutz nicht trauen. Nur ein Zehntel ist davon überzeugt, dass ihre Daten gut aufgehoben sind. Damit liegt Österreich gemeinsam mit Lettland auf dem drittletzten Platz und klar unter dem EU-Durchschnitt. Ein geringeres Vertrauen in den Schutz der persönlichen Daten hat nur Deutschland – hier fühlt sich nur jeder 20. sicher. Die neue Verordnung soll dem Misstrauen entgegenwirken und den Bürgern ein besseres Gefühl von Sicherheit geben.

Mehr Transparenz

Die DSGVO verspricht den Bürgern mehr Transparenz. Verbraucher sollen jederzeit Auskunft über Informationen bekommen können, die persönliche Daten betreffen. Unternehmen sind dazu angehalten in einfacher und verständlicher Sprache Auskunft zu geben. Kontrolle über den Datentransfer soll kein Privileg sein, sondern ein Grundrecht. Verlangen Konsumenten eine Löschung der persönlichen Daten, sind Unternehmen dazu verpflichtet, dem Wunsch nachzukommen. Bei Problemen kann sich die Person an Datenschutzbehörden wenden, die Vergehen mit hohen Geldbußen bestrafen.

Datenübertragung

Durch die neue Verordnung entsteht auch das Recht auf Übertragung von Daten. Als Konsument kann man fordern, dass Informationen von einem zum nächsten Unternehmen übertragen werden. Für den Konsumenten gibt es keine Barrieren oder Gebühren. Ein alltägliches Beispiel hierfür wäre, dass Konsumenten ihre Daten von UberEats zu Foodora weiterleiten lassen können.

Gute Nachrichten für Österreich und Deutschland

Österreich und Deutschland gehen als Paradebeispiele voran und zeigen, wie’s gemacht wird. Laut EU-Justizkommissarin Jourova hatten die beiden als einzige Länder schon im Jänner die Umsetzung der Datenschutzregeln abgeschlossen. Die alte Verordnung von 1995 gehört nun zumindest hierzulande schon der Vergangenheit an und wir dürfen erleichtert aufatmen.

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