Lifestyle

Coco Chanels Preise, längst nicht mehr Kokosnuss-süß

Coco Chanel – man muss nicht weit Fuß gefasst haben in der Welt der Mode, um bei diesem Namen an Luxus und Glamour zu denken. Die Marke genießt rund um den Globus Ansehen, was sich auch in den meist vierstelligen Preisen widerspiegelt – Tendenz steigend. Ab dem Jahr 2019 lässt sich ein stetiger Aufwärtstrend der Preise beobachten. Nun verschärft die Inflation den Markt zusätzlich. Was bedeutet das für den Endkonsumenten?

Das kurze Schwarze, das Parfum No. 5, die kleine Flap Bag mit den goldigen C’s als Verschluss. Auch gute 50 Jahre nach dem Tod von Coco Chanel lässt die Produktpalette der Designermarke die Herzen von Fashionliebhabern höherschlagen. Die Modeschöpferin stand für Eleganz und Femininität, ohne auf auffällige Schnitte oder viel Firlefanz setzen zu müssen. Gerade Schnitte, schlichte Stoffe und dezente Farben prägten den typischen Stil der Designermarke und ließen sie zu einer nichtwegzudenkenden Perle der Welt der Haute Couture heranreifen.

Widersprüchliche Marketingstrategien

Trotz gutem Ruf und der Note von Prestige stößt auch die Marke Coco Chanel irgendwann an die Grenzen der blinden Bewunderung. Die Website verleitet mit der Seitengestaltung einer Online-Kunstgalerie und der daher unpraktischen Handhabung leider eher weniger zum Onlineshoppen. Und dies scheint nicht die einzige widersprüchliche Marketingstrategie der französischen Luxusmarke zu sein, denn seit 2019 steigen die Produktpreise stetig an. So kam es bei dem Preis für die klassische Chanel Medium Flap bag seit November 2019 zu einem Anstieg um satte 60 Prozent. Vermutet wird ein fortlaufender Trend in Richtung nach oben. Chanel ist hier keineswegs die einzige Luxusmarke, die den Kundenstamm mit Teuerungen konfrontiert. Gerade zu Zeiten der Pandemie mussten einige Unternehmen des Luxussegments diese Strategie anwenden, bedingt durch die Schließungen einiger Ladengeschäfte.

Das Spiel mit Designerprodukten

Wann genau die Preise jeweils erhöht werden, lässt sich leider nur schwer prognostizieren, ein wenig Spekulation ist wohl Teil des Spiels mit Designerprodukten.Die höheren Preise der Markenprodukte führen neben schlechter Stimmung und leeren Sparschweinchen aber zusätzlich zu einem höheren Investitionspotenzial, was sich wiederum positiv auf den Endkonsumenten auswirken kann. Denn wer heute in eine Designertasche investiert, der darf mit hoher Wahrscheinlichkeit bei Wiederverkauf mit einem Gewinn rechnen. Dies bedeutet, dass der Wiederverkaufspreis höher angelegt werden kann als der Preis vom Erstkauf. Zu Zeiten von Inflation, in denen das Geld also entwertet wird, ist es eine durchaus sinnvolle Strategie, das Geld in Sachanlagen zu investieren, die ihren Wert auch über die holprigen Zeiten hinweg halten werden.

Für alle die keine tausende Euro auf der Seite haben und dennoch Designer am Körper tragen möchten, stellt die Haarspange um 390€ eine kostenschlankere Option dar (https://www.chanel.com/at/mode/p/AA8441B0875594305/haarspange-mit-schleife-satin/).  Und auch die wahren Sparfreunde müssen nicht leer ausgehen und finden vielleicht auf diesem Wege zu ihrem luxuriösen Glück – https://www.youtube.com/watch?v=S1Es8uT-mrA&t=18s

Quellen:

https://www.retaildive.com/news/skud-chanel-breaks-up-with-the-rich-in-favor-of-the-ultra-rich/625394/

https://www.handbagclinic.co.uk/blog/chanel-price-increase-2022

https://chicpursuit.com/chanel-price-increase/

https://loveluxury.co.uk/topics/chanel-price-increases/

Johanna Theresa Defranceschi

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Johanna Theresa Defranceschi

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