Positive Auswirkungen auf die Natur durch die Corona-Krise

Die Corona-Krise hat sich in alle Lebensbereiche eingemischt und eigene Regeln aufgestellt. Die Epidemie brachte eine instabile Wirtschaftslage, Sperrung von Staatsgrenzen, Abschaffung von Massenveranstaltungen und und Tote mit sich. Wissenschaftler haben aber herausgefunden, dass die Epidemie auch ihre Vorteile hat: Die Krise wird zu einer Erholungsmöglichkeit für unsere Natur.

Massenquarantäne reduziert die Luftverschmutzung

Sowohl die NASA als auch die Europäische Weltraumorganisation haben Satellitenbilder veröffentlicht, die eine starke Senkung der Stickoxid-Emissionen in Großstädten anschaulich machen. Die sichtbare giftige Gaswolke über den Industriestädten ist fast verschwunden. Ein Grund dafür ist die Massenisolation, reduzierter Straßenverkehr, Stilllegung von Kraftwerken und Industrieanlagen. In China stieg die durchschnittliche Anzahl von Tagen mit guter Luftqualität nach Angaben des chinesischen Ministeriums für Ökologie und Umwelt im Februar gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21,5%.

China verursacht jährlich 30% der weltweiten CO2-Emissionen und gilt als die größte Verschmutzungsquelle der Welt, deswegen wird der Rückgang der Umweltverschmutzung sogar über einen kurzen Zeitraum enorme Folgen haben. Reduzierung der Öl- und Stahlproduktion sowie Reduzierung der Inlandsflüge um 70% tragen auch zu geringeren Emissionen bei. Die größte Rolle spielt jedoch der starke Rückgang des Kohleverbrauchs.

Sauberes Wasser ist Leben

Das erste Land, dessen Umwelt vom Virus profitierte, war Italien. Als die Touristen ausblieben, wurde das Wasser in Kanälen von Venedig klarer und sogar Fische und Schwäne kehrten zurück. Eine Erklärung darin, dass jetzt weniger Schiffe und Gondeln unterwegs sind. Gleiches geschah auf den Philippinen und in Spanien, wo mangels Touristen alle Strände zu badefreien Zonen wurden und Meerestiere sich freier in ihrem natürlichen Lebensraum bewegen können. Ebenso blieben Gewässer frei von Öl- und Treibstoffverschmutzungen, die durch Seeunfälle verursacht wurden.

Wie geht es der Tierwelt?

Wilde Tiere, die in und neben den Städten leben fühlen sich aktuell weniger gestört als zuvor. Zahlreiche Tiere wie Igel, Hasen, Rehe werden seltener von fahrenden Autos auf Autobahn überfahren. Außerdem kommt es durch den eingeschränkten Fährverkehr zur geringeren Verschmutzung der Fischgewässer und zur geringeren Lärmbelastung für alle Wasserbewohner.

In China gilt ein Verbot für den Handel mit Wildtieren. Es trat in Kraft, nachdem in Wuhan, einem wichtigen Zentrum für legalen und illegalen Handel, eine Corona-Virusinfektion festgestellt worden war. Das heißt: Ruhigere Zeiten für die Tierwelt.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Experten sind sich einig, dass die durch das Corona-Virus verursachte Ruhepause für die Erdatmosphäre nur vorübergehend sein wird: Haben die Quarantäne-Maßnahmen einmal ein Ende und erholen sich Tourismus und Weltwirtschaft, werden die Emissionen mit ziemlicher Sicherheit wieder auf ein normales Niveau zurückkehren. Es bleibt die Hoffnung, dass sich die positiven Veränderungen in Zeiten der Krise trotzdem nachhaltig auf die Natur und auf unser Verhalten auswirken.

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