Fußball und Corona: Steht das Klubsterben bevor?

Die Bundesliga pausiert momentan ihren Betrieb und wird vor dem 1. Mai nicht fortsetzen. Die Europameisterschaft wurde auf 2021 verschoben und einige Vereine bangen um ihre Zukunft.

Für Fußballfans ist das Coronavirus eine echte Spaßbremse. Auf Stadionbesuche und spannende Spiele im TV müssen alle Begeisterten vorerst verzichten. Es ist Geduld angesagt. Währenddessen müssen aber Spieler und ganze Vereine um ihre Existenz zittern: Geld- und Zukunftssorgen machen sich breit.  

Was, wenn die laufende Saison abgesagt wird?

Die Verschiebung der Europameisterschaft um ein Jahr verschaffte den österreichischen Ligaleitern einen gewissen Zeitpolster, um die Fortführung der ausstehenden Saison in Ruhe zu planen. In Österreich soll die Pause bis Anfang Mai andauern. Ob dieses Zeitfenster eingehalten werden kann oder doch noch verlängert werden muss, ist zurzeit unklar. Allerdings sind sich die Klubs einig, dass die Fortsetzung mit spätestens 1. Mai ausschlaggebend für die weitere Existenz gewisser Vereine ist. Der Verlust der TV-Einnahmequelle könne für einige Teams eine „schwere existenzielle Bedrohung darstellen“, so berichtet das Ligaportal. Von einer Absage der ausstehenden Saison sollten die Ligaleiter eher absehen.

Gehaltskürzungen sollen die finanziellen Sorgen mindern 

Dass Spieler wie Christiano Ronaldo und Lionel Messi immense Gehälter kassieren, ist offensichtlich. Die meisten Topvereine können sich das auch leisten. Zumindest im Normalbetrieb der Ligen. Eine so lange Pause schlägt sich aber auch auf die Konten der Eliteclubs aus. Beispielsweise gerät momentan der italienische Rekordmeister Juventus Turin in finanzielle Trubel. Infolgedessen einigte sich der Kader mit dem Vorstand der Turiner vorerst auf einen Gehaltsverzicht. Juve kann somit insgesamt 90 Millionen Euro sparen und die finanzielle Wunde ein wenig heilen. Des Weiteren wurde auch bei den Spielern und Chefs des FC Bayern Münchens eine Lohnkürzung von etwa einem Viertel angesetzt. Diese gilt vorerst für den April, könnte aber auch im Falle einer Verlängerung der Spielpause bis in den Mai dauern.

Von Lohnkürzungen in der tipico Bundesliga war bisher noch keine Rede.

Die Auswirkungen auf den Transfermarkt

Die Folgen des Virus wird man auch in den kommenden Transferphasen deutlich spüren. Die fehlenden Einnahmen machen den Vereinen schwer zu schaffen. Mit Rekordtransfers und enormen Geldsummen wird in nächster Zeit also nicht zu rechnen sein. Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund in einem APA-Interview: „Es wird sicher für eine gewisse Zeit nicht mehr so viel Geld im Markt sein. Viele Vereine werden sich mögliche oder geplante Transfers gut überlegen oder eben nicht machen können.“ 

Bildnachweis: Fußball auf Rasen by Tim Reckmann, CC BY 2.0

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