Symbolbild: Staffordshire Terrier brachte Tod über zwei Menschen

Am vergangenen Dienstagabend kam es zum Horrorszenario. Eine Mutter und ihr Sohn wurden in ihrer Wohnung in Hannover tot aufgefunden. Der Täter: der eigene Hund. Allem Anschein nach, biss der Kampfhund die beiden zu Tode.

Der tragische Vorfall hinterlässt bei vielen Angst und Schrecken. Das blutige Geschehen entfacht ein weiteres Mal die Debatte um den verpflichtenden Hundeführschein für Kampfhunde. Mal wieder stellt sich die Frage: Hätte diese tödliche Hunde-Attacke verhindert werden können? Laut Angaben der Nachbarn, war das Tier bereits öfters aufgefallen.

Hundeführschein für alle?

Bei der Wiener Volksbefragung im Februar 2010, haben sich fast alle Wiener für einen verpflichteten Hundeführschein für Kampfhunde ausgesprochen. Seit 2006 gibt es den freiwilligen Hundeführschein, an dem jeder teilnehmen kann. Somit sind Nicht-Kampfhunde von einem solchen Schein befreit. Aber ist das sinnvoll? Denn im Prinzip kann jeder Hund zu einem Kampfvieh trainiert werden. Es kommt lediglich auf die Erziehung des Tieres an.

Bei dem sogenannten Hundeführschein möchte man erreichen, dass Hunde im Alltag miteinander auskommen. Weiters soll das Tier keine Gefahr für Menschen darstellen. Kurz gesagt, ist das Ziel ein friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Hund bzw. Hunden untereinander. Bei der Prüfung beweisen die Besitzer, dass sie ihr Tier in schwierigen Situationen kontrollieren können. Dabei wird der Fokus auf auffällige Hunde gelegt, doch jeder Hund kann eine Gefahr darstellen. Wäre es sinnvoller, den Schein für alle Rassen zu verpflichten? Dann müssten nicht nur als gefährlich eingestufte Hunde geprüft werden, sondern jeder. Denn auch der ruhigste Hund, kann unter schlechten Bedingungen zum Mörder werden…

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